Schule am See

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Mein Projektauswahltreffen 2017

Ich war vom 25.05 bis zum 28.05.2017 in Berlin beim Projektauswahtreffen von der Organisation Schüler helfen Leben. Erstmal was ist Schüler helfen Leben? Schüler helfen Leben ist die größte Jugendgeführte Organisation Deutschlands. Sie wurde von Jugendlichen während des Juguslawienkrieges 1992 gegründet. Ihre erste Projektregion ist Südosteuropa also der sogenannte Balkan. Jedoch sind sie nicht nur in Südosteuropa tätig sondern seit 2013 auch in ihrer zweiten Projektregion Syrien/Jordanien. Seit 1998 organisiert Schüler helfen Leben den Sozialen Tag und seit 2006 das sogar jährlich! Aber was ist dieser Soziale Tag? Am Sozialen Tag wechseln Schüler*innen für einen Tag die Schulbank gegen einen Beruf ihrer Wahl. Jährlich nehmen daran zehntausende Schüler*innen in ganz Deutschland teil und dabei kommen sogar 1,3 Millionen Euro zusammen! Der Großteil dieser Gelder gehen dann an die Projekte in ihrern Projektregionen, doch wer entscheidet an welche Projekte das Geld hingeht? Ebenfalls die Schüler*innen! Und da kommen Ich und 250 andere Schüler*innen aus ganz Deutschland ins Spiel. Jedes Jahr findet das Projektauswahltreffen statt wo jede Schule die am Sozialen Tag teilnimmt jeweils 2 Delegierte bestimmen darf, die dann dort als Stellvertreter*innen ihrer Schule hinfahren.

Dieses Jahr waren Ich und noch 2 andere Schüler*innen aus meiner Schule dort und haben eine Menge erlebt! Am ersten Tag wurden wir in Kleingruppen eingeteilt, in denen wir die meiste Zeit verbrachten. Ich war in dem Team Törtchen. Außerdem gab es die Möglichkeit Fotos vor einer coolen Leinwand zu machen oder auch selber T-Shirts zu besprayen. Was ich am coolsten fand waren die Energizer. Bei einem Energizer stellt man sich meistens in einen Kreis und singt bzw. tanzt zusammen. Wenn man das dann mit 250 anderen fremden Menschen macht kann das sehr peinlich werden aber auch sehr lustig. Am Anfang fand ich die Energizer nicht so toll und war definitiv nicht begeistert von Ihnen doch jetzt liebe ich es Energizer zu machen, ob in einem kleinen Kreis oder mit fremden Menschen auf der Straße. Unteranderem gab es eine Saftbar, welche immer offen hatte und dort konnte man sich immer etwas zu trinken holen, was gut war, denn es war sehr warm. Snacks gab es auch zu jeder Zeit.

Leider ging es mir am ersten Abend nicht so gut weshalb ich den Tag vorzeitig beenden musste. Die Mitarbeiter haben sich liebevoll um mich gekümmert und mich direkt zurück ins Hostel gefahren, damit ich mich ausruhen konnte. An den folgenden Tagen beschäftigten wir uns mit dem Thema Flucht. Um mehr in das Thema reinzukommen nahmen wir an 2 Workshops teil, welche wir im Vorraus wählen konnten. Bei meinem ersten Workshop ging es um die Fluchtursachen, „Warum müssen Menschen aus ihren Heimatländern fliehen?“. Der Workshop war sehr informativ. Mein zweiter Workshop an dem ich teil nahm hieß „Frauen auf der Flucht“. Ich fand den Workshop sehr emotional und berührend als wir mit den Problemen von den Frauen, unter denen sie auf der Flucht leiden müssen, konfrontiert wurden. Der Zweite war mein Lieblingsworkshop, denn am Ende hatten wir die Möglichkeit auf Briefe von Serbischen Frauen zu antworten, die unsere Betreuerin dann anschließend zurück mit nach Serbien nahm. Außerdem bekamen wir am zweiten Tag viele Informationen über die Projekte, die wir dieses Jahr wählen konnten. Es wird immer eins aus Südosteuropa und eins aus Syrien/Jordanien gewählt. Abends ging es dann ins Jüdische Museum, wo dann eine Podiumsdiskussion und ein Poetry Slam statt fanden, ebenfalls unter dem Thema Flucht. Mir hat der Poetry Slam besonders gut gefallen, denn in meiner Freizeit schreibe ich auch gerne Gedichte. Der Abend war sehr schön und vorallem inspirierend. Am dritten Tag konten wir Vormittags dann die Projekte wählen, wo das Geld von dem Sozialen Tag hingehen soll. Abends fand die Abschlussfeier im Sky Club statt. Dort wurde dann verkündet welche Projekte dieses Jahr gewählt wurden. Dieses Jahr wurde das Projekt „Gemeinsam neu beginnen“ von der Organisation Pomoc deci in Serbien gewählt. Bei diesem Projekt geht es darum bereits Integrierte Geflüchtete in Serbien mit neu Geflüchteten zusammen zu führen, um Erfahrungen auszutauschen. Das zweite Projekt, diesmal in Syrien/Jordanien, ist ein Kinderzentrum in Al Shajara welches von den Johannitern und der Organisation Sahel Horan vorort geführt wird. Mit den Spendengeldern wird das Kinderzentrum saniert und eine Bibliothek wird errichtet. Am vierten Tag, also am Sonntag, ging es dann auch schon wieder zurück nach Hamburg. Das Projektauswahltreffen ist zwar jetzt vorbei, doch seitdem engagiere ich mich weiterhin bei Schüler helfen Leben. Ich bin zum Beispiel jetzt in der Regional Gruppe Hamburg wo wir weitere Events innerhalb von Hamburg organisieren wie unser Benefizkonzert „Hamburg macht Lärm“ am 03. Oktober. 2017. Außerdem hab ich seither an diversen Seminaren von Schüler helfen Leben teilgenommen und mache gerade sogar ein Praktikum in deren Bundesbüro in Neumünster.

(Vanessa Franz, 9a)
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